Das Gefühl des Unbehagens und das Gefühl eingeengter Zukunftsaussichten, das viele Menschen unter 30 Jahren spüren, ist aus Sicht der Mainzer SPD-Vorsitzenden Jana Schmöller und Ata Delbasteh nachvollziehbar. „Ihre Bedürfnisse und Wünsche genießen bei denen, die älter sind und mit ihrem Wahlverhalten die Politik bestimmen, oft nicht die notwendige Aufmerksamkeit“, erklärten sie. „Zwar streitet die SPD immer für gute Bildung und gleiche Chancen, für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und für Freiheit und Demokratie. Aber die Gesellschaft müsste der Politik einen viel klareren Auftrag geben, diese und ähnliche Ziele zu verfolgen, und die Politik müsste viel stärker für eine sichere Zukunft eintreten.“
Schmöller und Delbasteh äußerten sich vor einer auch für Mainz angekündigten Demonstration der „Gen Z regelt“. „Die jungen Menschen haben recht, wenn sie sich friedlich Gehör verschaffen wollen. Steigende Lebenshaltungskosten, darunter vor allem steigende Mieten, die dringend verbesserungsbedürftige Situation im Bildungswesen, zunehmende Ungleichheit sowie die fortschreitende Klimakrise treffen sie besonders heftig. Ebenso müssen sie erleben, wie Freiheit und Demokratie angegriffen werden. Angegriffen von innen heraus durch extremistische Parteien und von außen durch aggressive, bereits heute kriegführende Staaten. Auf ihre Lage aufmerksam zu machen, ist ihr unbestreitbares Recht.“
„Friedliche Kundgebungen sind dazu ein wichtiges Mittel. Sie machen die Herausforderungen sichtbar, und die demokratische Politik muss sie aufgreifen. Die teilweise Kriminalisierung der Proteste vorab verurteilen wir und wünschen allen Teilnehmenden für Samstag eine friedliche Demonstration.“

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