Im Gewerbegeiebt von Mainz-Hechtsheim

SPD Mainz: CDU greift Lebensrealität der arbeitenden Menschen an – Teilzeit zu diffamieren ist realitätsfremd

Partei 0 | 27. Januar 2026

Respekt vor der Lebensleistung der arbeitenden Menschen und ein Mindestmaß an Realitätssinn fordert die Mainzer SPD von politisch Verantwortlichen – insbesondere von der CDU. „Wer den Menschen in Deutschland unterstellt, sie arbeiteten zu wenig und seien zu oft krank, betreibt Stimmungsmache statt Politik und verkennt bewusst die Wirklichkeit in unserem Land“, erklären die beiden Mainzer SPD-Vorsitzenden Jana Schmöller und Ata Delbasteh.

Die überwältigende Mehrheit der Menschen habe eine solide Ausbildung oder ein Studium absolviert, stehe mitten im Berufsleben und trage tagtäglich Verantwortung – im Job, in der Familie und im Ehrenamt. „Sie halten diesen Laden am Laufen. Was sie verdienen, sind Anerkennung und gute Rahmenbedingungen – keine pauschalen Vorwürfe und keine Belehrungen aus dem Elfenbeinturm“, so Schmöller und Delbasteh.

Scharfe Kritik übt die Mainzer SPD an Wortwahl und Inhalt eines Antrags zum kommenden CDU-Bundesparteitag. Begriffe wie „Lifestyle-Teilzeit“ seien nicht nur zynisch, sondern zeugten von einem erschreckend verengten Menschenbild. „Wer das Recht auf Teilzeitarbeit einschränken will, ignoriert bewusst die Lebenslagen hunderttausender Menschen“, erklären die SPD-Vorsitzenden. Für viele sei Teilzeit keine Frage von Bequemlichkeit, sondern die einzige Möglichkeit, Erwerbsarbeit, Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen oder gesundheitliche Einschränkungen miteinander zu vereinbaren. „Das ist kein Lifestyle – das ist Realität.“

Zudem bedeute Teilzeitarbeit weniger Einkommen und später oft eine deutlich niedrigere Rente. „Niemand entscheidet sich leichtfertig dafür, finanzielle Nachteile und Altersarmut in Kauf zu nehmen“, betonen Schmöller und Delbasteh.

Politik dürfe Probleme nicht auf dem Rücken der Beschäftigten austragen. „Wer ernsthaft mehr Erwerbsarbeit will, muss die richtigen Fragen stellen: Warum fehlen Betreuungsplätze? Warum tragen Frauen noch immer den Großteil der Sorgearbeit? Warum ist Vereinbarkeit für viele ein leeres Versprechen?“ Gerade weil überwiegend Frauen in Teilzeit arbeiten, brauche es Investitionen in Kitas, Ganztagsschulen und Pflegeinfrastruktur – und keine ideologischen Verbote. „Ein Teilzeit-Verbot löst kein einziges Problem. Es verschärft sie.“

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