Die Mainzer SPD hat ihr langjähriges Mitglied Professor Dr. Eckhart Pick mit der Willy-Brandt-Medaille ausgezeichnet. Eckhart Picks Lebensweg sei auf besondere Weise mit der Stadt Mainz, mit der Wissenschaft und mit der Politik verbunden, sagte die Co-Vorsitzende der Mainzer SPD Jana Schmöller. Sie überreichte die Medaille gemeinsam mit der Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft 60 Plus, Eleonore Farbach.
Der 1941 in Mainz geborene Pick habe nach seinem Jura-Studium an der Gutenberg-Universität eine beeindruckende wissenschaftliche Laufbahn eingeschlagen, sagte Schmöller. Nach einem Aufenthalt an der Universität Hamburg habe er in Mainz Bürgerliches Recht, Handelsrecht sowie Rechts- und Verfassungsgeschichte gelehrt. Mit Eckhart Pick verbinde sich etwas, das nicht selbstverständlich sei: Wissenschaftliche Arbeit, kommunalpolitisches Engagement und Verantwortung auf Bundesebene. SPD-Mitglied seit 1963, habe er fast 30 Jahre lang dem Stadtrat angehört, später dem rheinland-pfälzischen Landtag und von 1987 bis 2002 dem Deutschen Bundestag.
Als besonders prägend beschrieb Schmöller Picks Amtszeit als Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin der Justiz von 1998 bis 2002. In dieser Funktion habe er an großen rechtspolitischen Errungenschaften mitgewirkt, darunter an der Schuldrechtsmodernisierung, dem Lebenspartnerschaftsgesetz und der Weiterentwicklung des Insolvenzrechts zugunsten überschuldeter Privatpersonen. Damit und mit anderen Projekten, Initiativen und Gesetzen habe er „das Leben der Menschen in Deutschland nachhaltig verbessert“, so Schmöller.
Weiter erinnerte die Mainzer SPD-Vorsitzende an die intensive Beschäftigung mit der Stadtgeschichte und mit der Numismatik. „Doch hinter all diesen Stationen steht vor allem ein Mensch, der sich über viele Jahrzehnte für seine Heimatstadt, für seine Partei und für die Gesellschaft engagiert hat“, so Schmöller. Mit der Willy-Brandt-Medaille sage die SPD Danke.
Die vor 30 Jahren gestiftete Medaille ist die höchste Auszeichnung, die die SPD vergibt. Die Partei würdigt damit Mitglieder, die sich um die Sozialdemokratie in besonderer Weise verdient gemacht haben.





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