Kinder in Krisenzeiten unterstützen: Mittagessen weiterhin ermöglichen

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Die Corona-Pandemie kann insbesondere für Schul- oder Kita-Kinder noch lange Zeit unregelmäßige Betreuung bedeuten. Damit fallen nicht nur die Wissensvermittlung und die wichtige pädagogische Betreuung von außerfamiliären Bezugspersonen weg, sondern für viele Kinder auch die Möglichkeit eines gesunden und regelmäßigen Mittagessens. „Nachdem die Bundesregierung den Weg heute dafür freigemacht hat, muss auch die Stadt Mainz die Möglichkeit nutzen und den Kindern das kostenlose Mittagessen nach Hause oder zur Abholung an die Schule liefern“, so die sozialpolitische Sprecherin Myriam Lauzi und die jugendpolitische Sprecherin Jana Schneiß.

Das kostenlose Mittagessen für Kinder und Jugendliche, die bildungs- und teilhabeberechtigt sind, ist eine zentrale Errungenschaft der Sozialdemokratie und neben der Teilhabe an einem gemeinsamen Essen auch ein wichtiger Baustein der Armutsbekämpfung. Die nun flexibel einsetzbaren Mittel aus dem Bildungs- und Teilhabepaket müssen deshalb auch weiterhin jenen zugutekommen, die auf sie dringend angewiesen sind.
Der Hartz IV-Satz ist schon in normalen Zeiten für Familien zu knapp bemessen. Während der Pandemie haben die Familien zusätzlich mit steigenden Lebensmittelpreisen, dem eingeschränkten Angebot der Tafeln und dem Mehrbedarf an Hygieneartikeln wie Masken oder Desinfektionsmitteln zu kämpfen. „Zudem ist leider davon auszugehen, dass die Anzahl der bildungs- und teilhabeberechtigten Kinder aufgrund von gestiegener Kurzarbeit in vielen Familien zunimmt. Die Corona-Pandemie und ihre Folgen müssen so fern wie möglich von Kindern und ihren Entwicklungschancen gehalten werden. Wir bitten die Verwaltung deshalb, die neuen Möglichkeiten zu nutzen und die Kinder und ihre Familien in dieser schwierigen Zeit bestmöglich zu unterstützen“, so Lauzi und Schneiß abschließend.