Symbolbild: Gewalt

Keine sexistische Werbung in Mainz!

eingetragen in: SPD-Stadtratsfraktion

„Die Kategorisierung von Frauen in ‚jung‘ und ‚alt‘ und damit in eine ‚Fuckability‘ ist unmöglich und hat im öffentlichen Raum nichts zu suchen“, zeigt sich die frauenpolitische Sprecherin der Mainzer SPD-Stadtratsfraktion, Jana Schneiß, empört. In den vergangenen Wochen sind in Mainz Werbeplakate für die neue Dating-Show „M.O.M. Milf oder Missy“ aufgetaucht. Die Show arbeitet dabei mit längst überholten Klischees, die in einer modernen und aufgeklärten Gesellschaft nichts verloren haben: Männer bewerten Frauen, die in die jungen „Missys“ und die alten „Milfs“ (= Mother I’d like to fuck) sortiert werden.

„Solche sexistischen Formate sind an sich schon unerträglich und sorgen dafür, dass bestehende Diskriminierungen von Frauen verstärkt werden. Dass sie auf Flächen der Firma Ströer auftauchen, mit der die Stadt einen Vertrag hat, ist nicht akzeptabel. Der Schritt der Stadt, Beschwerde bei Ströer einzureichen, ist richtig. Wir müssen aber weitergehen: Wenn Ströer selbst nicht erkennt, ob eine Werbung diskriminierend ist, kann diese Firma kein Vertragspartner der Stadt Mainz sein“, so Jana Schneiß abschließend.