Alexandra Gill-Gers beim Zukunftskongress der Mainzer SPD am 22. September 2018.

Zukunftskongress der Mainzer SPD: „Gemeinsam denken“

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Die Generationengerechtigkeit in der Stadt – damit befasste sich der Zukunftskongress der Mainzer SPD am 22. September 2018. „Wie soll das Mainz der Zukunft aussehen, damit alle Generationen hier gut und zufrieden leben können?“ fasste der Mainzer SPD-Vorsitzende Marc Bleicher das Ziel der Tagung zusammen. „Was kann für ältere Menschen getan werden, was für junge Menschen und Familien?“ Der Einladung der Partei in das Hotel INNdependence waren denn auch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger gefolgt. Ihre Positionen, Anregungen und Ideen, die sie hier einbrachten, sollen in das Programm der Mainzer SPD zur Kommunalwahl 2019 einfließen, wie Bleicher betonte.

„Wir stellen uns der Frage, wie die Menschen in Mainz heute und in Zukunft miteinander leben möchten“, sagte die Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion Alexandra Gill-Gers zum Auftakt des Kongresses. Das Miteinander sei jedoch nur erreichbar, „wenn wir alle gemeinsam denken und nicht gegeneinander ausspielen“. Gill-Gers nannte vier Themenbereiche, die für die Generationengerechtigkeit wichtig seien: Erstens das Recht auf Bildung, zweitens das Recht auf Wohnraum, drittens das Recht auf Mobilität und viertens das Recht auf Zukunft.

„Gute Bildung ist für unsere Kinder wichtig und wir verwirklichen dies durch den massiven Ausbau unserer Kindertagesstätten und unserer Schulen“, so Gill-Gers. Mit Blick auf den Wohnungsbau verwies sie darauf, dass in den vergangenen fünf Jahren 6.500 Wohnungen in Mainz gebaut worden seien. „Ich ärgere mich ungemein, wenn von der CDU regelmäßig der Geschosswohnungsbau schlecht geredet wird“, kritisierte sie. Im Rahmen der Mobilität müsse die Frage geklärt werden, wie Freiheit und Selbstbestimmung auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln ermöglicht werden könnten.

„Recht auf Zukunft“ bedeutet aus Gill-Gers´ Sicht unter anderem, „dass die ältere Generation bei politischen Entscheidungen auch an die Zukunft der folgenden Generation denkt“. Sie stellte die Frage, ob nicht auch ein Wahlrecht ab 16 zur Generationengerechtigkeit gehöre. Weiter verwies Gill-Gers, die von der Mainzer SPD kürzlich als Spitzenkandidatin für die Kommunalwahl 2019 nominiert worden war, in diesem Zusammenhang darauf, dass „wir alle Anstrengungen unternehmen, keine neue Schulden zu machen. Wir werden im November einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen.“

Den Zukunftskongress „Generationengerechtigkeit“ hatten die stellvertretenden SPD-Vorsitzende Bettina Gähle und die Europa-Kandidatin Corinne Herbst vorbereitet. Ein weiterer Zukunftskongress der Mainzer SPD wird sich Ende Oktober mit den Fragen der Mobilität beschäftigen.

Das Foto zeigt Alexandra Gill-Gers. Einige weitere Bilder gibt es bei flickr.