SPD Mainz zum Allianzhaus:„Ein solches Ensemble zerstört man nicht, man erhält es“

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Die SPD Mainz tritt für den Erhalt des Allianzhauses in seiner heutigen äußeren Gestalt ein. Gleichzeitig möchte sie das Gebäude als Standort für Gastronomie und Kultur bewahrt sehen. „Das Allianzhaus ist ein gelungenes Werk der Nachkriegsarchitektur“, erklärten die beiden SPD-Vorsitzenden Mareike von Jungenfeld und Christian Kanka. „Es steht für den Aufbruch und den Optimismus der ersten Jahrzehnte nach der Gründung der Bundesrepublik, es steht für eine demokratische Stadtplanung. Es steht auch für die Entwicklung von Mainz zu einem europaweit bedeutenden Medienstandort. Das ZDF hatte nach seiner Gründung hier seinen ersten Sitz.“

Von Jungenfeld und Kanka erinnerten daran, dass der Architekt das Gebäude bewusst auf die barocke Peterskirche abgestimmt habe. Dabei bleibe das Allianzhaus im Hintergrund und die Kirche stehe im Vordergrund. Das 18. Jahrhundert und das 20. Jahrhundert bildeten hier eine architektonische Einheit. „Ein solches wunderbares Ensemble zerstört man nicht, man erhält es.“

Das Allianzhaus sei immer auch eine Adresse für Gastronomie und Kultur gewesen. „Auch diese Funktion gilt es zu erhalten und auszubauen. Die Menschen in Mainz schätzen die Vielfalt der Kultur, wie sie in der Stadt gelebt wird. Die Kultur trägt zur Anziehungskraft der Stadt wesentlich bei. Aber die Kultur braucht Orte, an denen sie sich entfalten kann, und sie braucht viele verschiedene Orte.“ Von Jungenfeld und Kanka regten an, bei der künftigen Planung auch den Parkplatz hinter dem Allianzhaus einzubeziehen. Der Platz sei viel zu schade, um ihn nur als Abstellfläche zu nutzen.