Rathaussanierung einmalige Chance zur Aufwertung des gesamten Areals

eingetragen in: SPD-Stadtratsfraktion

Die Mainzer SPD-Stadtratsfraktion erachtet die neuesten Einwände der Denkmalfachbehörde gegen eine sogenannte Freitreppe hin zum Rheinufer als wenig bürgernah, sondern vielmehr als recht realitätsfern. „Der Jockel-Fuchs-Platz mit seiner exponierten Lage als Verbindungsstück zwischen Rhein, Rathaus und Domplatz ist in seiner derzeitigen Form weder für Touristen noch für die Mainzerinnen und Mainzer selbst einladend. Viele Einzelheiten dieses großen öden Betonareals waren bereits in der Vergangenheit, und damit vor allem gerade auch in Anbetracht des Klimawandels heutzutage, wenig praktikabel. Es ist den Menschen kaum noch vermittelbar, warum alles so bleiben soll wie es ist“, kommentieren die Fraktionsvorsitzende Alexandra Gill-Gers und die baupolitische Sprecherin Christine Zimmer die Sperrhaltung der Denkmalfachbehörde.
„Es mag sein, dass Arne Jacobsen damals vielleicht tatsächlich eine Art Bastionscharakter für den Bereich im Sinn hatte, doch ist dieser besagte Charakter des Ensembles im Alltag höchstens für Expert*innen und das eher nur von der anderen Rheinseite aus erkennbar. Für alle anderen wirkt der Bereich aus der Nähe einfach nur lieblos mit wenig Aufenthaltscharakter bzw. für manch eine*n sogar stark befremdlich mit einigen Angsträumen gespickt“, erklären die beiden SPD-Stadtratsmitglieder weiter.
„Genau diese negativen Aspekte gilt es jetzt durch die historische Chance im Zuge der Rathaus- und Parkhaussanierung sowie der gesamten Rheinuferneugestaltung zu nehmen. Daher ist die SPD-Stadtratsfraktion auch weiterhin ganz klar für eine Aufwertung des Areals, verbunden mit einer für alle ersichtlichen und insbesondere zugänglichen Freitreppe.“ Für die Zeit der Rathaussanierung wünscht sich die SPD-Fraktion eine Baustelleninformation, wie bei der Sanierung des rheinland-pfälzischen Landtages geschehen, um das Rathaus und den Platz davor den Menschen (historisch) zu erklären und gleichzeitig näher zu bringen.
„Wir schätzen die fachliche Arbeit der Expert*innen der Denkmalfachbehörde sehr, die oftmals wichtige Impulse zum Erhalt unseres Kulturerbes und des Stadtcharakters beigetragen hat und freuen uns über den weiteren Meinungsaustausch mit ihnen. Doch in der Frage über die zukünftige (Aus-)Gestaltung des Jockel-Fuchs-Platzes endet unserer Meinung nach ihr Verantwortungsbereich an den Eingangstüren des Rathauses, weswegen wir nochmals sehr darum bitten möchten, sich einer Neugestaltung des Areals nicht weiter zu versperren“, appellieren Gill-Gers und Zimmer abschließend.

 

 

Quelle Foto: Klaus Euteneuer