OPEN OHR: Unterstützung für kulturelle Veranstaltungen und Künstler*innen

eingetragen in: SPD-Stadtratsfraktion

Die Mainzer SPD-Stadtratsfraktion hat mit großem Bedauern von der Absage des OPEN OHR Festivals im Zuge der aktuellen Ausnahmesituation Kenntnis genommen. Jedoch ist dies derzeit eine derartige Ausnahmesituation, die solche Maßnahmen leider erforderlich macht, insbesondere zum Schutz für gefährdete Menschen. „Uns treibt es gleichzeitig um, dass viele Unternehmer*innen, Vereine, und Initiativen aus den unterschiedlichsten Bereichen aufgrund der jetzigen Ausnahmesituation unverschuldet in existentielle Gefahren geraten sind“, erklären Martina Kracht, kulturpolitische Sprecherin, und die jugendpolitische Sprecherin, Jana Schneiß. „So hat die OPEN OHR Projektgruppe uns angeschrieben und darauf aufmerksam gemacht, dass durch die Absage des Festivals die Künstler*innen, Auftragnehmer*innen und Referent*innen bedauerlicherweise keine Gagen bzw. Honorare erhalten werden.“

Auch wenn die auf Bundes- sowie Landesebene bereits eingeleiteten finanziellen Hilfsmaßnahmen eine große Unterstützung für viele Künstler*innen und Vereine bedeute, „möchten wir auf kommunaler Ebene ebenfalls die wichtige Arbeit der Kulturschaffenden würdigen, auch finanziell“, erläutern Kracht und Schneiß weiter. „Aus diesem Grunde haben wir die Verwaltung darum gebeten auszuloten, wie schnellstmöglich den Beteiligten geholfen werden kann.“

Das OPEN OHR sei in seinen 46 Jahren zu einer institutionellen Kulturveranstaltung gewachsen, die nicht mehr wegzudenken sei. „Viele, die in den 1970er- und 1980er-Jahren mit ihren Eltern zum Open Ohr gegangen sind, gehen heute mit ihren Kindern dort hin. Das Festival bietet damit das, was gute, lebendige Kultur immer auch bietet: ein Stück Heimat. Nicht im örtlichen Sinn, schließlich kommen die vielen tausend Besucherinnen und Besucher aus allen Teilen Deutschlands, sondern im Sinn von gemeinsamer Haltung“, so die beiden Sprecherinnen. „Deshalb war es für uns bei den Koalitionsverhandlungen sehr wichtig, dass der Fortbestand des Festivals auch vertraglich gesichert wurde.“ Trotz der jetzt leider unumgänglichen Absage werden ab nächstem Jahr wieder viele weitere erfolgreiche Veranstaltungen folgen, sind sich die beiden sicher. „Wir freuen uns darauf!“